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Berliner Immobilienpreise

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Steiler Anstieg der Kaufpreise für Wohnungen in Berlin: plus 12,4 Prozent meldet „Immoscout“, deutlich mehr als der Landesschnitt von 9,4 Prozent.

In Berlin wurden  im Jahr 2020 Grundstücke und Immobilien im Wert von 18,2 Mrd. Euro gehandelt. Nach dem Rekordjahr 2019 ist das ein Umsatzeinbruch von 15%. Corona und Mietendeckel wirkten nur im ersten Halbjahr 2020 als Umsatzbremse, danach stiegen die Preise erneut an. Die Bodenrichtwerte stagnierten, außer beim Bauland von Ein- und Zweifamilienhäusern hier ist ein Anstieg von 20% zu verzeichnen.

Weil der Bedarf hoch ist und es so gut wie keinen Leerstand gibt, ist Wohnraum so teuer wie in Hamburg oder München. Das gilt sowohl für Mietwohnungen, die nicht dem Mietendeckel unterliegen, als auch für Wohneigentum. In mittleren Wohnlagen sind inzwischen bis zu 15,50 €/m² zu entrichten, in guten Lagen bis zu 18,50 €/m² und in den absoluten Spitzenlagen können bis zu 25,50 €/m² anfallen. Vor allem durch die Generation wohlhabender Erben, aber auch durch Techs, die sich in den vergangenen Jahren in Berlin angesiedelt haben, ist die Bereitschaft gestiegen, für Wohneigentum tief in die Tasche zu greifen. Hinzu kommen internationale Käufer, die Berlin mit anderen Metropolen in der Welt messen und weit mehr zu zahlen bereit sind, als der Durchschnittsberliner. Somit haben neue und gebrauchte Eigentumswohnungen weiterhin Konjunktur, zumal Immobilien in Deutschland als sicherer Hafen in der Krise gelten. Selbst in einfachen Wohnlagen wie Spandau, Rudow oder Hellersdorf, ist unter 3.500 €/m² keine Neubauwohnung und kein hochwertig sanierter Altbau zu bekommen.

Auch andere Randlagen haben aufgeholt, weil in zentralen Lagen Grenzen des Wachstums erreicht sind oder auch neue Großprojekte wie der neue Flughafen, die Tesla Gigafactory oder die Siemensstadt 2.0 neue Impulse setzen. Dennoch legten Immobilien in den Lagen mit dem schwächsten Zuwachs wie das Hansaviertel, Moabit oder Mitte immer noch um rund ein Viertel an Wert zu.

Das Preis-Ranking der Berliner Bezirke führt Friedrichshain-Kreuzberg an mit Durchschnittspreisen von 5.145 Euro je Quadratmeter noch vor Charlottenburg-Wilmersdorf (4.984 Euro). Am unteren Ende liegen Marzahn-Hellersdorf mit 2.687 Euro gefolgt von Spandau (2.948 Euro) und Lichtenberg (3.202 Euro). Ziemlich genau im Berliner Durchschnitt liegen die Wohnimmobilien-Preise in Tempelhof-Schöneberg (4.018 Euro).

Bezirkspreise sagen wenig aus über die Preise in einzelnen Lagen. So liegt der teuerste Ortsteil nicht im teuersten Bezirk: Es ist Dahlem, wo 6.540 Euro je Quadratmeter Wohnen bezahlt werden, gefolgt von Grunewald (6.517 Euro) und der Ortsteil Mitte (6.227 Euro).

Berlin wird auch in Krisenzeiten auf Wachstumskurs bleiben. Das Marktumfeld ist mit Blick auf den Wohnungsbedarf und das Zinsniveau weiterhin positiv. Der Immobilienmarkt der Hauptstadt bleibt umfangreich und vielfältig. Die Zuwanderung dürfte allerdings wegen der anhaltenden Mobilitätseinschränkung zumindest bis zum Ende der Pandemie geringer ausfallen. Angesichts des unzureichenden Neubaus, des minimalen Leerstands sowie der hohen Kaufbereitschaft dank Niedrigzinsen sind stärkere Wertverluste kurz- bis mittelfristig unwahrscheinlich. Bei längerem Krisenverlauf ist eher von einer Seitwärtsbewegung der Preise auszugehen.

Somit ist Berlin ein guter Ort um zu investieren. Gerne unterstützt Sie dabei Ihr Bankberater bzw. die Kollegen der BSK Immobilien.

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